Pullacher Immobilienbrief - page 7

meiden. Diese Zinszyklen sind
Basis unserer Arbeit.
Wie funktioniert Ihr Wirt-
schafts-Indikator?
Unser Indikator ist ein Puls-
messer der konjunkturellen
Lage. Eine Grundlage unserer
Arbeit ist, die Analyse der
Zinsschritte der Europäischen
Zentralbank (EZB).
Hebt diese den Leitzins an und
unser Indikator zeigt parallel
stärkstes Wirtschaftswachstum,
dann deutet alles auf eine Zins-
trendwende hin. Zeigt unser
Indikator jedoch eine Rezession
wie 2011 an, dann ist das Zins-
plus der EZB lediglich ein
Fehlsignal, aber keine nachhal-
tige Zinstrendwende.
Wie geht es für den Kunden
weiter, wenn sie eine Zins-
wende ermittelt haben?
Wir informieren unsere Kun-
den umgehend darüber und
empfehlen Ihnen ihr Darlehen
mit einer fünfjährigen Zinsbin-
dung abzusichern. Aber das al-
lein
macht
unsere
Zinsberatung FlexSafe nicht
aus. Unsere Kunden sollen die
Sicherheit haben, immer aktu-
ell informiert zu sein. Dies ge-
währleisten wir mit einem
jährlichen, persönlichen Strate-
giegespräch sowie mit unserem
regelmäßigen Zinskommentar
über die aktuelle Zinsentwick-
lung, den wir per E-Mail ver-
senden.
Was denken Sie, wann die
Zinsen wieder steigen wer-
den?
Also vorhersagen kann ich das
nicht und Zinsprognosen sind
für mich Spekulation. Bei Neu-
wirth Finance halten wir uns
lieber an die Fakten. Die Stati-
stik zeigt, dass es etwa alle sie-
ben bis zehn Jahre zu einer
Hochzinsphase kommt, die
dann zwischen zwei und drei
Jahre dauert.
Wenn sie Ihre Kunden über
eine Zinswende informiert
haben, wie viel Zeit bleibt
diesen, sich vor steigenden
Zinsen zu schützen?
Der Zinssatz wird von der EZB
nie in großen, sondern in klei-
nen Schritten angehoben. Da
bleibt genügend Zeit, aus dem
3-Monats-Euribor-Darlehen in
eine fünfjährige Festzinsbin-
dung zu wechseln.
Ist Neuwirth Finance an be-
stimmte Banken gebunden?
Wir sind ein unabhängiger
Dienstleister und nur unseren
Kunden verpflichtet. Wir bera-
ten unsere Kunden auf Hono-
rarbasis was die optimale
Zinsstrategie anbelangt und
vermitteln für gewerbliche und
private Kunden Darlehen zu so
genannten Großkundenkondi-
tionen. Die Basis sind Kondi-
tionen, die sich sonst nur
Banken untereinander gewäh-
ren und die damit für unsere
Kunden besonders günstig
sind.
Herr Neuwirth, was raten
Sie
Immobilienfinanzie-
rern?
Wir empfehlen entweder inner-
halb der Festlaufzeit das Dar-
lehen voll zu tilgen oder
variabel zu finanzieren mit
einer Zinsabsicherung! Der
Vorteil bei letzterem ist klar:
deutlich geringere Zinskosten
und eine geringere Laufzeit
und damit eine deutliche Ge-
samtersparnis – und das ganze
unter der Prämisse der profes-
sionellen Zinssicherung.
Ach ja, und wer meint, dass er
für die Anschlussfinanzierung
einen Bausparer mit vermeint-
lich gedachten günstigen Zin-
sen bespart, sollte sich nicht in
Sicherheit wiegen! Bauspar-
kassen müssen ein Bauspardar-
lehen bei Zuteilung nicht
ausbezahlen.
Finanzen
Seite 7
Die großen Bausparkassen füt-
tern den Volksglauben der gro-
ßen
Sicherheit
von
Bausparverträgen. Sie werben
mit Werbeaussagen wie „Du
kaufst keinen Bausparvertrag –
Du kaufst Ruhe und Gelassen-
heit“ oder „Jetzt historisch
niedrige Darlehenszinsen für
später sichern“ oder „An-
schlussfinanzierung – für eine
sichere Zukunft“. Sie ver-
schweigen dabei gerne, dass in
Hochzinszeiten, der dann sug-
gerierte niedrige Zins mit Zu-
teilung des Bausparvertrags in
weite Ferne rückt.
Natürlich haben auch Bau-
sparkassen eine unternehmeri-
sche Aufgabe und müssen Ge-
winne machen. Kein Unterneh-
men kann es sich leisten mehr
auszuzahlen, als es erwirt-
schaftet. Die Bausparkasse lebt
von der Zinsdifferenz. Einer-
seits gibt es da die Bausparer,
die fleißig einzahlen und Ein-
lagen aufbauen. In der Regel
erhalten Sie in der Anspar-
phase eine kleine Zinszahlung
für das sich aufbauende Gut-
haben. In einer Niedrigzins-
phase wie jetzt erhalten Sie
jedoch wenig bis gar keinen
Zins. So wie jetzt. Andererseits
zahlen diejenigen, die sich ihr
Bauspardarlehen haben aus-
zahlen lassen ganz klassisch
Zinsen. Das Geld wird also mit
den Zinszahlungen der
Darlehensnehmer ver-
dient.
Die Crux liegt
auch hier wieder
in einer Hoch-
zinsphase.Warum?
Der Bausparkunde
ist unserer Erfah-
rung nach in dem tie-
fen Glauben, dass er –
unabhängig davon, wie
sich die Zinsen am Markt ent-
wickeln – seinen zum Ab-
schluss des Bausparvertrags
abgeschlossen Zinssatz garan-
tiert bekommt. Würde er in
einer Niedrigzinsphase, so, wie
wir sie jetzt haben, einen Bau-
sparvertrag abschließen, sug-
gerieren
ihm
die
Werbeversprechungen
bei-
spielsweise 1,5% Zins.
Der Clou ist, dass die Bauspar-
kasse niemals eine Zinszahlung
garantieren darf. Das wäre
nämlich gerade in einer Hoch-
zinsphase von z.B. 6,4 Prozent
ruinös für das Unternehmen.
Wie soll das denn funktionie-
ren? Einerseits muss die Bau-
sparkasse
für
neu
abgeschlossene Verträge, die
noch in der Ansparphase sind,
Zinsen zahlen und auf der
anderen Seite verdient sie
an einem Bausparvertrag,
der ausgezahlt wurde nur
1,5% Zinsen.
Also, was macht sie? Sie zahlt
den Kredit einfach nicht aus.
Und das ist in einer Phase, in
der der Kredit i.d.R. benötigt
wird, z.B. bei einer Anschluss-
finanzierung eine Katastrophe!
Tja, und wer jetzt noch dachte,
das Ganze ist nicht rechtens,
auch der darf Neues lernen.
Die Bausparkassen dürfen dem
Kunden eine Zuteilung nicht
garantieren – und dennoch
suggerieren ihm genau das die
aktuellen Werbeaussagen. Die
Werbung hat also im Laufe der
letzten Jahrzehnte gute Arbeit
geleistet und den Glauben an
den sicheren Bausparvertrag
zementiert.
Es ist also Vorsicht geboten.
Neuwirth Finance rät dazu,
dass Kunden mit einem Finan-
zierer zusammenarbeiten, des-
sen Expertise darin liegt, das
Richtige in der entsprechenden
Zinsphase zu empfehlen. So
gehören böse Überraschungen
dem Gestern an und die Finan-
zierung basiert auf den moder-
nen und hochprofessionellen
Mechanismen der Zinszyklen.
Der große Irrglaube sicherer Bausparverträge
Ein Essay von Kurt Neuwirth zu den irreführenden Werbeaussagen der
Bausparkassen.
Schwacher Euro, niedrige Zinsen:
Auch die Bausparkassen können
sich nicht von den Finanzmärkten
entkoppeln.
Bild: M. Großmann/pixelio.de
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