Pullacher Immobilienbrief - page 2

Walther Werner betreibt seit mehreren
Jahren mit dem „WEINgut amGlocken-
bach“ ein Weingeschäft in der Innen-
stadt und beliefert Kunden und Re-
staurants in ganz München und
Umgebung. Dem agilen Macher sieht
man seine gut 50 Lebensjahre nicht
an. Während er für den letzten Schliff
an seinem neuen gastronomischen
Großprojekt Hand anlegt, würde der
ehemalige Chef einer Werbeagentur
problemlos auch als Mittdreißiger
durchgehen, dem körperliche Arbeit
zum Ausgleich sichtlich Spaß macht.
„Ein absolut
außergewöhnlicher Ort“
Für das außergewöhnliche Projekt des
TRESOR VINUM konnte der Pulla-
cher Weinhändler seinen Studien-
freund Ralf Schierl gewinnen, einen
erfolgreichen Unternehmer aus Darm-
stadt. Schierl ist Gründer des weltweit
tätigen Pharmaunternehmens Tavarlin
AG und wie Werner ein Freund guter
Weine. „Als ich dieses Gewölbe gese-
hen habe, habe ich mich sofort ver-
liebt“, sagt Schierl. „Mir war klar: Das
ist ein absolut außergewöhnlicher Ort,
wie es ihn auch in anderen großen
Städten nur selten gibt. Und aus die-
sem Ort muss man etwas ganz beson-
deres machen - etwas, was es sonst
nirgendwo gibt.“ Unterstützt werden
die beiden Macher seit dem letzten No-
vember von Conny Thalheim, die in
München Solln die Marketingwerkstatt
working ideas betreibt. Anfangs enga-
giert für Marketing, Werbung und
Kommunikation, machte sich Conny
Thalheim mit ihren sprühenden Ideen
und deren professioneller Umsetzung
nicht nur schnell unentbehrlich, son-
dern setzte maßgeblich die Einrich-
tung und Gestaltung des TRESOR
VINUM mit um.
Und in der Tat: Wer das Isarhochufer
hinter sich lässt, die Treppe in die Tie-
fen des Gewölbes hinabsteigt und sich
unter die Erde begibt, der betritt wirk-
lich außergewöhnliche Räume. Das ge-
mauerte,
unverputzte
Gewölbe
beeindruckt mit seinen bis zu sieben
Meter hohen, teils engen und teils weit
geschwungenen Decken, mit seiner
stimmungsvollen indirekten Beleuch-
tung und den Kerzenleuchtern entlang
der Wände. Von der Georg-Kalb-
Straße, die hinunter zur Waldwirt-
schaft führt, ist das Gewölbe nicht
auszumachen. Es befindet sich rechter
Hand unter einem Bürogebäude und
ist über Treppen und einen Lastenauf-
zug zu erreichen.
Walther Werner hat das historische
Gewölbe in den vergangenen Monaten
mit Hilfe von örtlichen Handwerkern
liebevoll umgebaut, hat neue, teils sie-
ben Meter hohe Türen aus Glas und
Eichenholz einziehen lassen. Vom ein-
ladenden Cateringbereich über das
hochwertige Eichenholzparkett mit
Fußbodenheizung bis hin zum neuen,
repräsentativen Eingangsbereich ist
ein außergewöhnliches Ambiente ge-
schaffen worden.
Am meisten hat sich unter der Erde
geändert: In einem der Nebenschiffe
des Gewölbekellers befinden sich nun
die Stahlschränke mit ihren Schließfä-
chern, in denen sich je nach Größe 30
bis 120 Flaschen Wein lagern lassen.
Diese Tresore werden indirekt über das
Ziegelmauerwerk beleuchtet. Durch
die Gitterstäbe der Türen kann man
die Weinflaschen sehen, die in den Fä-
chern stehen oder liegen. Die Tresor-
schränke sind nach Weingebieten, die
Tresorfächer nach Weinlagen benannt.
Klubmitglieder haben das Anrecht ihr
Weinfach mit einem Namensschild
einer präferierten Weinlage versehen
zu lassen! Zur Auswahl für die ver-
plombten Namensschilder stehen z.B.
die Weinlagen „Dicker Franz“, „Ha-
sensprung“, „Doktorgarten“ und „Se-
ligmacher“.
Eines der beiden Hauptgewölbe wurde
vom Münchner Einrichtungshaus und
Objekteinrichter designfunktion und
dessen in Pullach beheimateten Ge-
schäftsführer Samir Ayoub zu einer
stilvollen Klublounge umgebaut. Mo-
derne Designsofas, Designklassiker,
Sessel von Knoll und frei schwingende
Bogenlampen findet man hier. Die
funktionale Showtheke aus Eichen-
massivholz und die asymmetrischen
Couchtische wurden vom Grünwalder
Schreiner Herrmann Wimmer mitent-
wickelt und gebaut. Die Interior Desi-
gnerin Beate Mühling sorgt für textiles
Wohlfühlambiente. Eine zeitgemäße
Elektronik sorgt dafür, dass beim Be-
treten der Räume die Lichter automa-
tisch angehen und auch die
Hintergrundmusik anspringt.
Kunst & Kultur gehören zum
Konzept des Klubs
Das gegenüberliegende Hauptgewölbe
dient als Ort für Veranstaltungen mit
bis zu 100 Personen. Hier werden
auch einige der Kultur- und Klub-
abende des Weinklubs stattfinden. So
werden am 21. Mai Solisten der
Münchner Philharmoniker, u.a. Wolf-
gang Berg (Viola) und Alexandra Gru-
ber (Klarinette) im TRESOR VINUM
ein Konzert geben, im Frühsommer
tritt der Echo-nominierte Jazz-Saxo-
phonist Max Merseny auf, der als Pro-
jektleiter für das Musikprogramm des
Weinklubs gewonnen werden konnte.
Im Startjahr findet ab Mai jeden ersten
Samstag in Monat „Rythm & Wine“
statt – mit ausgewählten DJs für Klub-
mitglieder und Interessenten.
Zum Konzept des TRESOR VINUM
gehört es auch, dass stets ein Künstler
in den Gewölben seine Werke ausstellt.
Den Anfang macht der zeitgenössische
Münchner Maler Richard Fuchs mit
einer Vernissage für Klubmitglieder
am 23. April, der mit seinen farbge-
waltigen Großwerken beeindruckt,
insbesondere mit seinen „Wilden
Traumwelten“ auf acht Meter und
siebzig. „Wir wollen einen Klub schaf-
fen, der weit mehr zu bieten hat, als
den Genuss von gutem Wein“, erklärt
Ralf Schierl das Konzept. „Kultur,
Kunst, gutes Essen, Ambiente und ein
edler Tropfen – all das gehört für uns
zusammen“, bestätigt Walther Werner.
Ein Ort mit Historie
Und so erfährt nun dieses historische
Gewölbe eine neue Nutzung, die als
Lagerstätte ein wenig mit seinen Ur-
sprüngen zu tun hat. Auf diesem Areal
in der Georg-Kalb-Straße befand sich
damals die Großhesseloher Brauerei
der Familie Kalb, zu der auch die heu-
tige Waldwirtschaft gehörte. Errichtet
wurde das Gewölbe, in dem nun das
TRESOR VINUM zuhause ist, Ende
des 19. Jahrhunderts. Einst wurde der
Ort als Lagerkeller für Eis aus der Isar
genutzt, um das kräftigere Märzenbier
für die heißen Sommermonate zu küh-
len.
Mit der einsetzenden Konzentration im
Braugewerbe wurde die Kalb’sche
Brauerei 1910 von der Spatenbrauerei
übernommen und Keller sowie Braue-
rei stillgelegt. In den folgenden Jahren
zog die Reitschule Botzenhardt in die
Gewölbe und in den Vierzigern wur-
den die Keller von der Kelterei und
Weingroßhandlung Franz Xaver Hil-
mer zur Lagerung von Obstsäften
übernommen.
(Die historischen Hin-
tergründe wurden den Aufzeichnungen
des Gemeindearchivars Erwin De-
prosse entnommen.)
Im Jahre 1972 - der Türgriff des Bü-
rogebäudes mit den olympischen Rin-
gen erinnert daran - erwarb der
Konditormeister Hannes Zoulek das
Gewölbe nebst Anwesen. In den fol-
genden Jahren wurden die Keller als
Veranstaltungslocation genutzt und
über einige Jahre auch als Filmstudio,
Großhesselohe
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Gastgeber im historischen Gewölbe: Walther Werner, Conny Thalheim und Ralf Schierl
Wir verlosen eine Weinprobe im TRESOR VINUM
Unter den Lesern des Pullacher
Immobilienbriefs verlosen
wir
eine Frühjahrs-Weinprobe für Sie
und Ihre Freunde (bis 12 Personen)
im Wert von 600,- Euro.
Schicken Sie uns bitte eine Mail an
und schreiben uns kurz, warum ge-
rade Sie und Ihre Freunde den Preis
verdient haben. Mit etwas Glück ge-
winnen Sie! Anmeldung erforderlich
unter
Am 25. März findet das offizielle
Opening des TRESOR VINUM
statt.
Links: Der Eingangsbereich zum Gewölbe
Das Motto ist Programm: Wein. Klub. Keller.
Der Ort ist einmalig, und das Konzept wohl auch: In einem historischen, unterirdischen Gewölbekeller unweit der Wald-
wirtschaft in Pullach-Großhesselohe eröffnet am 25. März das TRESOR VINUM, ein exklusiver Weinklub und Weinkeller.
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